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Kur an der Ostsee in Polen, wenn eine Auszeit dringend benötigt wird

Wieder hat ein neues Jahr begonnen und der wohlverdiente Sommerurlaub ist noch so weit weg. Ich weiß nicht, ob man auch im Januar eine Novemberdepression haben kann, oder wie ich das Gefühl, einfach nur mal weg zu kommen, sonst beschreiben soll. Der Druck im Alltag wurde irgendwann einfach nur zu viel. Irgendwie hatte ich das Gefühl, keine einzige Minute für mich zu haben. Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte, war dann wohl letztendlich der Wetterbericht für das bevorstehende Wochenende. Habe dann kurz überlegt, wer sich wohl ähnlich fühlen könnte und eine gute Freundin angerufen. Auf den Vorschlag, spontan ein Wellnesswochenende zu verbringen, reagierte sie zunächst zögernd, war dann aber doch wohl von meiner Spontanität angetan.

Von einem Arbeitskollegen bekam ich vor einiger Zeit bereits den Tipp, mir die Kur- und Wellnesshotels in Polen anzusehen. Die polnische Ostseeküste ist relativ schnell zu erreichen und bietet sich zudem auch noch durch die niedrigen Preise an, da der kleine Urlaub zwischendurch natürlich auch nicht die Haushaltskasse für den gesamten Monat auffressen sollte.

So haben wir uns dann am Freitag zum Frühstück verabredet und nach einer kleinen Stärkung Familie und Alltag hinter uns gelassen und uns in Richtung Ostsee in Bewegung gesetzt. Die ca. 6 Stunden Autofahrt vergingen wie im Flug, angeregt durch Frauengespräche und die Vorfreude auf das schöne Wochenende.

In Swinemünde (Usedom) angekommen, staunten wir nicht schlecht über den schönen Ort. Auch vom Hotel waren wir mehr als begeistert. Man hört ja viel von dem guten Service in den Hotels und von der Gastfreundschaft in Polen, muss es aber selbst erlebt haben.

Nach einem kleinen Willkommensdrink und einer Vorstellung des Spa- und Wellnessbereiches gönnten wir uns ein kleine Pause auf unserem Zimmer – beim extra für uns bereitgestellten Obstteller… es tat so gut, einfach mal alles serviert zu bekommen. Der lange Spaziergang am tollen Sandstrand und das anschließende Glas Rotwein vor dem offenen Kamin des Hotels, waren der perfekte Ausklang für einen schönen ersten Urlaubstag.

Die nächsten zwei Tage vergingen leider viel zu schnell, waren aber auch so intensiv, dass ich von dieser Auszeit garantiert noch lange zehren werde. Die Mischung aus Entspannung und `nichts tun` im Spa-Bereich mit Whirlpool und Sauna und den Massagen, die wir vor Ort gebucht hatten, ließen uns mal wieder richtig wohlfühlen. Ich persönlich hatte endlich mal wieder das Gefühl, auch noch etwas anderes zu sein, als nur die Angestellte, die jeden Morgen pünktlich zur Arbeit erscheint und die rund-um-die-Uhr-Ansprechpartnerin für die ganze Familie. Und falls mir zwischendurch mal wieder alles zu viel wird, schließe ich die Augen und erinnere mich an die schönen Tage.

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Ein Single auf Ostsee Polen Reisen

Nach langem Überlegen habe ich mich im Sommer dafür entschieden, auch zu denen gehören zu wollen, die einen Wellnessurlaub gemacht haben. Ein Großteil meiner Freundinnen hat mir bereits seit Monaten vorgeschwärmt wie toll und erholsam es denn sei und wie harmonisch die Beziehung seitdem laufen würde. Na super, besten Dank, läuft mein Singleleben dann etwa auch besser? Egal, ich hab es trotzdem gewagt und tagelang sämtliche Wellness- und Kurangebote im Netz durchgeforstet.

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Fazit dieser Recherche, die mich fast an den Rand des W-W-Wahnsinns getrieben hat: Zoppot in Polen soll es sein. Fotos, Videos und diverse Reiseberichte haben mich davon überzeugt, dass auch ich „die zauberhaften Seiten der Ostsee Polen erleben sollte. Ich muss ehrlich sagen, dass ich meine Reise dann aber doch mit einigen Restzweifeln angetreten bin. Die waren allerdings völlig unberechtigt.

Die Ankunft bei strahlendem Sonnenschein war die halbe Miete. Nachdem ich schnell mein Gepäck im Hotel (Wellnesshotel Sheraton) untergebracht habe, führte der erste Weg natürlich zum Strand. Dafür musste ich eigentlich auch nur aus der Haustür fallen, denn das Sheraton liegt direkt am Meer. Der Strand an der Ostsee ist viel schöner als an der Nordsee und auch die Promenade ist richtig toll. Zoppot selbst ist ein netter Ort, in dem man wunderbar bummeln kann. Mir sind hier auch ein paar gutaussehende Männer begegnet, denn in Zoppot machen zum Glück nicht die bekannten „Ballermann-Touris“ Urlaub.

Meine persönlichen Highlights waren allerdings die Mole und die Waldoper. Auf der Mole habe ich bei schönem Wetter oft gesessen und nach oder zwischen meinen Anwendungen ein Buch gelesen. Man kann sich da die Seeluft so richtig um die Nase wehen lassen. Um zur Waldoper zu gelangen, muss man ein Stück durch einen Wald laufen. Eigentlich war dieser Spaziergang noch schöner als die Oper selber. Wer also mal die Chance hat, nach Zoppot zu reisen, der sollte sich weder Wald noch Mole entgehen lassen.